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DUCATI MULTISTRADA => Multistrada 1200/1260 - Technik => Thema gestartet von: Limmi am Mai 03, 2020, 09:38:22 Nachmittag
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Ducati hat die Baujahre 2010-2012 in der S-Version mit dem elektronischen Ohlinsfahrwerk ausgestattet.
Ab 2013 wurde auf das Skyhook von Sachs umgestellt.
Welche Vor- bzw. Nachteile hat das Skyhook-Fahrwerk?
Ist es vergleichbar mit dem Öhlinsfahrwerk, oder ist es eher nicht zu empfehlen?
Mir fällt auf, dass die Gebrauchten aus 2013/2014 oft viele Halter (3 und mehr) haben. Oder hat das andere technische Gründe?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
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Ich hatte eine 2014 Touring mit Sachs Skyhook, lief super. Hab sie leider verkauft und bereue es... :( :(
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Ich fahre ne 2011 mit Öhlins.
Das originale Fahrwerk ist zwar elektrisch, jedoch nicht semi aktiv.
Heißt, bis auf die Vorspannung in den Gabelholmen ist es einstellbar über das Display in einzelnen Menü Punkten.
Mit Hilfe der unterschiedlichen Fahr-Modi kann man sich so seine ganz persönliche Einstellung machen. Je nachdem wie man es braucht
Es gab noch mal ein separates Modul von Öhlins (aber nur für die 2010-2012er) die das semi-aktive Feature ermöglichen.
Da stellt dann das Modul in Abhängigkeit von dem Motor Mapping Modus unterschiedliche Fahrwerksabstimmung ein.
Eben das Teil habe ich drin und in Betrieb.
Ich bringe 90Kg auf die Waage und die Federn sind bei sportlichem Anspruch zu weich. Man muss zu viel vorspannen, mit den entsprechenden Nachteilen.
Nach dem Wechsel von 6,5 auf 7,5 vorne und von 85 auf 100N hinten passt es super. Zumindest für mich. Klein- und Kleinststräßchen mit teils schlechter Qualität lassen sich super fahren.
Bin auch mal auf einer MTS mit 9er Federn vorne gefahren und das war noch einen tick sportlicher. Auch in Verbindung mit dem Öhlins Modul.
Zum Skyhook kann ich leider nichts sagen. Könnte mir aber vorstellen das sich die Leute davon mehr versprochen hatten und auch das nicht jeder mit den Eigenheiten eines Ducati V2 zurecht kommt.
Mental, meine ich ;D und deswegen verkauft (Mental: für nen Desmo Service kaufen sich andere Leute einen gebrauchten Kleinwagen / Zahlen, schweigen, zuhause weinen!)
Ist nicht so kompromisslos auf Leistung getrimmt wie Produkte aus Mattighofen und auch nicht so ein Wolpertinger wie das Münchner Produkt :jaja Moment, ich habe nicht davon gesprochen das ein Wolpertinger schön aussieht! :totlach
Entweder hat man sich in die 80ern mal auf ne DUC gesetzt und sich kompromisslos über die Permanent-Gänsehaut gefreut (da wurde noch schamlos angesaugt mit FCR Geklickere und ausgehustet - da hat nur die Biegung im Rohr den Blick auf das Auslass Ventil verhindert :o ) oder man ist später dem nicht ganz perfektem Charm erlegen.
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Hatte damals meine 10er Öhlins auch vorne mit 7,5 und hinten mit 100 aufrüsten lassen. Zusammen mit der Öhlins ECU war das dann ein klasse Fahrwerk, allerdings NUR Semi-Aktiv weil die ganze Sensorik natürlich fehlte.
Nach 4 Jahren habe ich auf die 14er mit Skyhook gewechselt, meine 10er hatte zu dem Zeitpunkt 48.000km und das Angebot zu wechseln war genial. Ausserdem gab es ja noch die anderen Verbesserungen wie Doppelzündkerzen und LED-Hauptscheinwerfer und die hässlicheren Felgen. Aber die Doppelzündkerzen gaben dem Motor eine etwas weichgespültere Haptik, nicht unangenehm da nun etwas weniger KFR in den unteren Drehzahlbereichen, aber eine Umgewöhnung war es schon ;D der Punch war reduziert.
Jedoch war bei den ersten Skyhooks aus 2013 die Fahrwerksregelung teilweise zu knorrig / hart aber gleichzeitig in Kurven mit Bodenewellen derart schwammig das es manch einen Fahrer fast ausgehebelt hatte. Dies war hier im Forum öfters zu lesen. Ob das dann ein SoftwareUpdate gelöst hatte ??
Zumindest die 14er waren davon nicht mehr betroffen und meine 14er lief wunderbar bis zur Enduro.
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Hallo, ich glaube, hier werden die Begrifflichkeiten ein wenig durcheinander gebracht!
Die ersten 1200S-Modelle hatten ein elektrisch verstellbares Öhlins-Fahrwerk, also alles, was man sonst manuell einstellen musste, konnte vom Lenker aus zum Teil während der Fahrt verstellt werden! Außer Vorspannung vorne! Von alleine verstellte sich da nichts! Das ist der Unterschied zum Semiaktiven Fahrwerk. Dieses hat Sensoren und Stellmotoren, die wie von Geisterhand je nach Fahrzustand in die Zug-und Druckstufe eingreifen. Gesteuert durch die SCU!
Diese Öhlins-SCU konnte man bei den frühen Modellen nachrüsten, weil die Öhlinselemente schon mit den nötigen Sensoren ausgestattet waren!!!
Was Semiaktiv nicht kann, die Feder beeinflussen! Jetzt käme ein AKTIVES Fahrwerk ins Spiel! Gibts meines Wissens für Motorräder noch nicht in Serie!
Meiner Meinung nach ist das „getunte“ Öhlins-Fahwerk (mit der Nachrüstung-SCU) dem Sachs Skyhook sogar überlegen!
Bitte korrigiert mich, falls ich völlig daneben liegen sollte ::)
Gruß Ralph
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Hallo, ich glaube, hier werden die Begrifflichkeiten ein wenig durcheinander gebracht!
Die ersten 1200S-Modelle hatten ein elektrisch verstellbares Öhlins-Fahrwerk, also alles, was man sonst manuell einstellen musste, konnte vom Lenker aus zum Teil während der Fahrt verstellt werden! Außer Vorspannung vorne! Von alleine verstellte sich da nichts! Das ist der Unterschied zum Semiaktiven Fahrwerk. Dieses hat Sensoren und Stellmotoren, die wie von Geisterhand je nach Fahrzustand in die Zug-und Druckstufe eingreifen. Gesteuert durch die SCU!
Diese Öhlins-SCU konnte man bei den frühen Modellen nachrüsten, weil die Öhlinselemente schon mit den nötigen Sensoren ausgestattet waren!!!
Was Semiaktiv nicht kann, die Feder beeinflussen! Jetzt käme ein AKTIVES Fahrwerk ins Spiel! Gibts meines Wissens für Motorräder noch nicht in Serie!
Meiner Meinung nach ist das „getunte“ Öhlins-Fahwerk (mit der Nachrüstung-SCU) dem Sachs Skyhook sogar überlegen!
Bitte korrigiert mich, falls ich völlig daneben liegen sollte ::)
Gruß Ralph
Öhlins für MTS MY 2010-2012 hat keine Sensorik
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...und wie funktioniert dann Semiaktiv???
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Ok, mein Fehler, die ÖhlinsSCU liefert kein Semi-Aktiv, weil eben die Fahrwerkssensoren and den festen und beweglichen Teilen fehlen. Diese Sensoren kamen erst mit Skyhook.
Die ÖhlinsSCU liefert nur ein situationsabhängiges Setup, was die Werte von den Drosselklappen und den ABS Sensoren heranzieht um in bestimmten Fahr-Situationen das Fahrwerk sanfter oder härter einzustellen. Mehr nicht.
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und die ÖhlinsSCU hat selbst auch keine Sensoren verbaut .... ;)
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Ok, aber warum darf Öhlins, oder auch 1000PS, von Semiaktiv sprechen?
Gruß Ralph
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Öhlins selbst nennt es semiaktiv, die in der SCU35000 hinterlegten Algorithmen kommunizieren über den CAN -Bus mit dem BBS und steuern die Fahrwerksventilstellmotoren
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Gut gut, und wo liegt dann der Vorteil des Skyhook, bzw. Semiaktiv-Fahrwerks?
Nur zum Verständnis, will hier niemanden belehren, im Gegenteil! ICH will belehrt werden :jaja
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Das Skyhook-SemiAktiv nimmt über die Chassis- und Fahrwerkssensoren die Fahrbahnbeschaffenheit auf und regelt hier zusätzlich ;)
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Ooou Man!
Hab eben eine halbe Stunde zu den Unterschieden geschrieben. Ein zu großes Bild hinzugefügt und ZACK der ganze Text weg! :evil: :evil: :evil: :evil:
Da ich bereits fünf Multis gehabt habe und vier davon aus 10-14, zwei mit Öhlins und zwei mit Skyhook. Alles zusammen um die 100Tkm gesammelt. Kurzgesat: Öhlins - Gut und sensibel, mit Viel Einstellung - Perfekt. Skyhook Aus der Box - Gut, Einstellung - bringt fast Nichts. Beladen oder knallhartes Gasgeben helfen da mehr. Zuverlässigkeit bei beiden nicht perfekt aber verkraftbar. Und um Meilen Besser als die aktuellen KTMs.
Zu der Frage häufiger Halterwechsel sicher nicht wegen dem Fahrwerk. Eher die Multi DVT ab 2015 hat viele mit versprochenen 160Ps gelockt und dann wegen dem Drehmomentloch zurück kommen lassen.
Gruß Rainhold.
PS: hier das nun kleine Bild mit dem Semiaktiv-Fahrwerk, schwer beladen, in der kasachischen Steppe kurz vor dem Weltraumbahnhof Baikonur.
Fahrverhalten tadellos!
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Die ersten Skyhook-Modelle waren ohne Funktion bzw. mit mangelhafter Funktion. Merkt der Fahrer im Fahrbetrieb kaum, es wirkt nur ziemlich hart.
Mein Händler (auch andere) haben das mit einer Dachlatte getestet. Das Fahrzeug ist etwas schneller drüber gefahren, und das Rad blieb quasi eingefedert. Bei guten Kunden hat er dann das Fahrwerk aus Neufahrzeugen eingebaut. Ich meine mit mäßigem Erfolg, weiss das aber nicht mehr so genau.
Evl gibt es dazu Videos im Netz. Jedenfalls wurde es nur wenig thematisiert. Ein Einzelfall war es lt. meines Händlers damals nicht. Er meinte nur, „die meisten werden es nicht bemerken“. Nur dass es wie oben erwähnt ziemlich hart und quasi etwas ungefedert anfühlt. Bzw. es federt dann auch nicht wirklich.
Viele haben auch getauscht bzw. gewechselt, weil sie sich erhofften dass das neue Modell eine FUNKTIONIERENDE Hinterradbremse hat, wie wir wissen . . .