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Autor Thema: Motorradlärm und Streckensperrungen  (Gelesen 5343 mal)

Offline Bollene

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #15 am: Juni 06, 2026, 08:38:40 Nachmittag »
Eigentlich beteilige ich mich nicht zu solchen Themen Lärm / Motorrad.
Ausnahmen bestätigen die Regel   :)

Ich wohne hier an der Bergstrasse (B3) zwischen Darmstadt und Heidelberg.
Etwa 100 m über der Bundesstrasse habe ich ein Freizeitgrundstück wo ich mich sehr gerne zur Erholung und Entspannung aufhalte.
Ruhe haben, ein Buch lesen, Moto GP aufs Tablet streamen, relaxen halt.

Und damit zum Thema des Threads. Ich fahre selber seit Ewigkeiten Motorrad, durchschnittlich ca 25000 Km im Jahr.
Die Bergstrasse ist sehr beliebt bei Harley Fahrern, kaum Kurven nur ab und zu ein paar Kreisel. Dazu noch Jungvolk mit den Streetfightern.
Wer gerne mal das Thema Motorradlärm erleben möchte, ist herzlich eingeladen das Live zu erleben. Was da an offenen Auspuffanlagen gefahren wird, ist erschreckend. Man hört, wenn im Nachbarort runter geschaltet wird, das ist ca 3 Km entfernt.
Die Jungs mit den Vierzylindern drehen die Motoren gnadenlos aus und das weit vor dem Ortsschild.

Wen wundert es, dass nach immer mehr Sperrungen gerufen wird.
Was bleibt einem als Anwohner auch anderes übrig, wie soll man sich sonst wehren? Einen Eimer Sand auf die Strasse kippen?
Keine gute Idee.

Wenn alle an einem Strang ziehen würden, das Motto: leben und leben lassen, wäre schon viel gewonnen
Dazu konsequente Kontrollen mit, sofern nötig, sofortiger Konfiszierung von Führerscheinen und Fahrzeugen.

Da könnte ich wieder in Ruhe ein Buch lesen und danach ne Rund Multi fahren.

Grüssle
Jojo

Offline Arnie70

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #16 am: Juni 07, 2026, 09:24:15 Vormittag »
Ich rege mich übrigens viel mehr über den Lärm von Laubbläsern( für mich eine der blödsinnigsten Erfindungen auf der Welt) und Nachbarn die mit unwahrscheinlich lauten Motorsensen und Rasenmähern stundenlang ihren Garten bearbeiten auf, als über Motorräder.

Dann gehen mir noch diese fürsorglichen Mamas auf die Nerven die ihren Kindern beibringen sich die Ohren zuzuhalten wenn ein Motorrad vorbeifährt egal ob es laut oder leise ist.

Ich sehe in letzter Zeit allerdings immer wieder Kinder, die per Handzeichen dazu auffordern, den Motor hoch zu drehen und keine, die sich die Ohren zuhalten...

Das mit dem Laubbläser-Lärm kommt vielleicht darauf an, ob man an einer beliebten Motorradstrecke wohnt oder nicht. Vor Laubbläser und Co sollte man wenigstens an Sonn- und Feiertagen seine Ruhe haben. Im Südschwarzwald werden 30er Tempolimits (an Sa/So/Feiertagen) immer mehr zur Mode. Nicht schön, aber wenn man sieht, wie viele Motorräder da an solchen Tagen durch den Ort fahren, habe ich sogar verständnis dafür. Toppen kann man das Lärm-Thema noch, wenn der "Individualismus" einiger weniger so weit geht, dass die selben Kurven immer wieder hoch und runter geheizt werden. Das hat (schon vor vielen Jahren) z.B auf der B314 bei Blumberg zu rigurosen Geschwindigkeitslimits geführt. Ein weiteres Beispiel ist eine bei der Knieschleifer-Fraktion beliebte Kurve, wo die Insta-Generation gerne ihre Knieschleifer-Fotos gemacht hat und dafür dutzende Male mit möglichst kleinem Gang hoch und runter geheizt ist. Etwas weiter oben im Tal klingt das wie an der MotoGP Rennstrecke - von Frühling bis Herbst jedes Wochenende (bei schönem Wetter). Auch da ist mittlerweile 60 und ein Abbiegeverbot auf den Parkplatz bei der Kurve, damit man nicht mehr so einfach wenden kann.

Bei solchen Diskussionen kommt ja dann auch gern mal das Argument, dass die Leute, die der Lärm stört, sich ja gerne einen anderen Wohnort suchen können. Das ist dann ein Level, wo man eigentlich auch wieder aufhören kann, mit den Leuten über solche Themen zu diskutieren.

Ich bin auch nicht für 80db-Sperrungen, aber Manipulationen am ESD und der Abgasanlage sollten konsequenter bestraft werden. Das sehe ich wie @Bollene - sofortige Konfiszierung von Führerscheinen und Fahrzeugen, wenn am ESD oder der Abgasanlage manipuliert wurde. Generell die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen massiv erhöhen. Als zusätzliche Massnahme kann auch gern der Sprittpreis verdreifacht werden. Dann löst sich zumindest das "zu viel" Problem von ganz allein.

« Letzte Änderung: Juni 08, 2026, 07:46:48 Vormittag von Arnie70 »
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Offline isnogud

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #17 am: Juni 10, 2026, 02:12:07 Nachmittag »
Ich gebe Dir absolut Recht.

Ich frage mich auch immer, wie schafft es ein Hersteller, wie Ducati, eine Pani oder die Schwester, Streetfighter, mit 104DB! auf die Straße zu bekommen?
Zweites Problem, alte Mopeds; meine Monster ist mit 92 DB homologisiert. Ich habe sie mal beim TÜV messen lassen. Mit zugelassenen BOS 2430 liegt sie bei 98. Prüfer hat mich vorgewarnt, wenn sie zu laut ist, keine Plakette, egal, wollte es wissen. Bin dann heim und habe die Originalen drangeschraubt. Immer noch 95 DB, Plakette gabs dann aber.
Was hätte ich ohne die Toleranz machen sollen?
Die Bos sind schlicht ausgebrannt. Muss ich neu stopfen.
Aber die Originalen haben keine 5000 km gelaufen.

Ich mache das in den Ortschaften ganz easy, niedrigst mögliche Drehzahl, ruhige Gashand und wenn Kinderwagen unterwegs ist, kurz auskuppeln.

Problem ist, die Luftgekühlten scheppern an allen Ecken und Enden. Die Silentgummis haben sich schon ewig aus den Kühlrippen verabschiedet.
Die St2 ist sogar mit 98 zugelassen, ist aber die leiseste von den 3 Mopeds

An der Multi wird garnix geändert. Ich genieße die Ruhe beim Fahren.
« Letzte Änderung: Juni 10, 2026, 02:21:55 Nachmittag von isnogud »

Offline Meow29

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #18 am: Juni 11, 2026, 02:34:44 Nachmittag »
[..]

Ich bin für 85 DB maximal bei neuen Motoren und die Abschaffung der 5 DB Toleranz beim Messen


Da bin ich völlig bei Dir.  :^
Es gibt überhaupt keinen Grund, wieso die Moppetts so laut sein müssen. Aber versuch mal, einen Aftermarket Auspuff zu finden, der Dein Moppett leiser macht ... völlig illusorisch.
Meine Hypermotard hat 97 dB eingetragen und ja, sie ist schon ganz schön laut. Deshalb fand ich es ganz nett, dass die Multi etwas leiser ist, aber ich denke da ginge noch mehr.
Ich bin mal irgendwann die Streetfighter V4 Probe gefahren und die hat im Ort bei ca. 50 km/h ihre Auspuffklappe geöffnet .. ich dachte ich spinne. Das Ding war damit quasi unfahrbar und absolut asozial.

Ich bin auch dafür, dass Motorräder leiser werden und wir können nicht warten, bis irgendwann Elektromotorräder praktikabel werden .. da muss vorher was passieren, bevor alle schönen Strecken durch irgendwelche übereifrigen Politiker gesperrt werden.


Offline sneibl

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #19 am: Juni 11, 2026, 08:49:57 Nachmittag »
Vieles was gesagt wurde halte ich ebenfalls für richtig. Tatsächlich aber auch, dass es nichts bringt wenn wir leiser werden - wir die bereits umweltfreundlich nachdenken beim benutzen der Gashand und mit legalem Endschalldämpfer:

Ich bin 11 Jahre eine Honda Transalp mit 80 oder 82db und originalem Topf gefahren, in Aachen. Und was passiert? Mich betreffen die Straßen Sperrungen auch. Danke! Aber Hauptsache die Anwohner haben Ruhe. Ich finde solang der Blick außerhalb der Motorrad Szene mit dem pauschalen Spruch „aber die bösen Motorradfahrer“ beginnt muss erstmal mehr Aufklärung an der Stelle passieren. Es gibt nicht den Motorradfahrer oder Fahrerin. Auch wir sind ein Abbild der Gesellschaft und leider ist ein kleiner Teil der Gesellschaft nicht sozial eingestellt und mag nicht mitdenken. Straßen rauf und runter Fahrern, heizen, Manipulation ohne Abnahme und wilde Ortsschild Raserei usw.

Da muss angesetzt werden, wir können das im Freundes und Bekanntenkreis tun aber darüber hinaus Medien und Politik. Und natürlich gibt’s auch ‚auf der anderen Seite‘ Spezies die speziell denken und pauschal alle ‚anderen‘ schlecht finden.

Strasensperrungen simd einfache Antworten die evtl. Gegen wenige helfen aber viele normale regelbewusste auch mit Schädigen.
Es gibt keine einfachen Antworten mehr heutzutage was auch gut ist, sondern alles ist komplex und hängt teilweise zusammen. Aber zumindest der Punkt mit stillem Gehorsam und wir müssen uns ändern sehe ich wie oben und halte ich für falsch
« Letzte Änderung: Juni 11, 2026, 08:52:25 Nachmittag von sneibl »

Offline Italotreiber

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #20 am: Juni 12, 2026, 11:56:54 Vormittag »
Hallo zusammen,
denke, sneibl hat das, neben anderen Kommentatoren, gut zusammengefasst.
Es gibt offensichtlich zu vielen Themen keine einfachen Antworten mehr.
Zum Thema Verkehr, dessen Zunahme und damit verbundener Lärmbelästigung, glaube ich aber schon, das es eine einfache Antwort gibt, die jeder von uns auch in der Hand hat.
Diese liegt in der persönlichen Rücksichtnahme gegenüber anderer Menschen, bzw. der Umwelt.
Nun, ich bin mit Sicherheit kein "Umweltnerd", der anderen Vorschriften machen oder alles was Spass macht, verbieten möchte. Beim Thema "Mopped" ist das halt auch immer mal etwas emotional.
Fahre seit über 3 Jahrzehnten die unterschiedlichsten Moppeds.
Meistens Japaner, die mir oft etwas zu leise waren. Vor knapp 10 Jahren hatte ich mir eine 1200-er Multi zugelegt. Da mir der Klang unheimlich Spass gemacht hat. Nach einem kapitalen Motorschaden wurde eine weitere Multi V2 angeschafft.
Wenn ich ehrlich bin, war mir im Laufe der Jahre, besonders auf langen Strecken das Mopped zu laut. Die Abgasanlage war Original. War mir aber nicht immer sicher, ob die im Auspuffrohr verbaute Klappe immer korrekt gearbeitet hat.
Nachdem die Diskussionen bzgl. Motorradlärm immer lauter wurde und auch Streckensperrungen zugenommen haben, hat mich das auch zunehmend beschäftigt. Es ist auch nicht zu leugnen, das es Gegenden mit entsprechenden Hotspots gibt und die Anwohner zurecht genervt sind.
Seit 2025 fahre ich eine V4 und bin, insbesondere was die Lautstärke betrifft, viel entspannter unterwegs.
Der Umstieg war allerdings nicht in erster Linie der Lautstärke geschuldet. Wenn ich ehrlich bin, trauere ich der V2 schon etwas hinterher. Aber die Zeiten ändern sich und es nützt auch nichts, sich nicht an das eine oder andere anzupassen.
Wenn ich an meine Kindheit und Jugendzeit denke, in der noch viele 2-Takt-Fahrzeuge unterwegs waren oder auch die Unfallstatistiken der 1960- & -70-er Jahre, ist der technische Fortschritt durch Erkenntnisse und Weiterentwicklung positiv gewesen.

Als positiver Nebeneffekt ist bzgl.der (fragwürdigen) 95dB-Standgeräusch-Regelung in Tirol, eine Tourplanung einfacher, da man dies nicht berücksichtigen muss.

Es ist nicht zu leugnen, wir leben in Zeiten der Umbrüche und keiner weiß so richtig, wohin das alles führt.
Persönlich ist mir gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme ein Anliegen.

In diesem Sinne...
eine schöne Bikersaison 🙋‍♂️
Manfred
Es läuft..., zwar rückwärts und bergab, aber es läuft ☝️

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Offline sascha69

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #21 am: Juni 13, 2026, 03:07:41 Nachmittag »
Wie so oft bei diesen Thema, wird mal wieder nicht zwischen Stand und Fahrgeräusch unterschieden. Da hier vom Themenersteller eine Max Lautstärke von 80db gefordert wird, kann ich gleich schon mal beruhigen, es sind nur noch max 77db erlaubt. Dass das angegebene Standgeräusch nichts mit der Zulassung bzw Homoligation des jeweiligen Fahrzeuges zu tun hat und es nur die Kontrolle auf einwandfreien Zustand der Abgasanlage vor Ort erleichtern soll, ermüdet mich immer wieder zu wiederholen, besonders in Motorradforen. Das sollte man wissen, wenn man sich über dieses Thema echauffiert.
Das ist als gutgemeinte Besserwisserei zu betrachten, nicht als Rüge.
Da der Gesetzgeber aber immer wieder aufs neue (jede neue Euronorm, bringt andere Abgas und Geräuschwerte mit sich) erlaubt, dass es Klappenanlagen gibt damit die derzeitigen geforderten Grenzwerte 73,74,77db bei bestimmten Geschwindigkeits und Drehzahlbereichen (was auch immer wieder geändert wird) eingehalten werden, schiebe ich den schwarzen Peter für die serienmässig sehr lauten Mopeds, zuerst der Politik zu. Das könnte auch ganz anders geregelt (egal welche Geschwindigkeit und Drehzahl, max 80db oder 70db oder oder oder) werden, wenn gewollt (so wie von einigen Verbänden, seit Jahren immer wieder gefordert). Dann hätte eine Auspuffklappe auch ihre Berechtigung. So sehe ich da keine, ausser Augenwischerei. Die nächsten, da da mitwirken könnten, wären die Hersteller. Aber wen wunderts, wenn von denen Lobbyisten nach Berlin und anderswo geschickt werden, die sehen sich nicht in der Verantwortung. Wollen ja auch was verkaufen. Und da immer noch genug potentielle Kunden in der Gegend rumlaufen, die anerkennend nicken wenn das Moped ordentlich vor sich hingrollert, ändert sich da auch erstmal nix. Top Beispiel Audi und Hyundai mit ihren Performance Anlagen ab Werk. Hast du so einen als Nachbarn und er hat Frühschicht, hast du Stress in der Strasse. Das es anders geht, beweist Ford mit seinem Mustang und dem "freundliche Nachbarn Modus". Da kann man im Bordcomputer eingeben, dass die Klappen zu einer bestimmten Uhrzeit zufahren! (Was aber auch heisst, der Karren könnte immer still sein). Nicht unbemerkt möchte ich dabei als Beispiel auch anmerken -vorsicht offtopic-, dass bei PKWs mitlerweile das Abrollgeräusch der Reifen, sich zur größten Geräuschquelle entwickelt. Dabei spielen Reifenbreite und Gewicht des Fahrzeuges eine maßgebliche Rolle.
Das seitens der Politik und der Öffentlichkeit massiv gegen Motorräder gearbeitet wird, wissen wir alle. Merkwürdig nur, dass wenn ich mich umhöre, nur wenige eine Meinung zu dem Thema haben und wenn sie denn eine haben, diese -wenn sie denn gegen Motorräder sind- noch nichtmal wirklich begründen können. Ihr "Wissen" um das Thema, nur aus Schlagzeilen oder "vom Stammtisch" haben. Wohlgemerkt, ich möchte jetzt nich die diskreditieren, die direkt an einer Ausfallstrasse ins Grüne o.ä. wohnen! Mich stören dann die, die (überspitzt gesagt) in der City in der Fussgängerzone wohnen und das Lastenfahrrad für ein Allheilmittel halten. Die Kommunalpolitiker nicht ausgenommen, die sich somit durch einfachen Stimmenfang ihre politische Zukunft sichern wollen. Oder wie gesehen im Raum Weserbergland, wo die Politiker über ihre Kompetenzen und zu Teil ohne Wissen vom Rest der Bevölkerung handelten und alle vor vollendete Tatsachen stellen wollten.
Nu bedeutet das leider für wirklich betroffene Anwohner von stark frequentierten Mopedstrecken erstmal nix, weil die nen Hals haben. Für mich auch vollstens verständlich.
Was können wir tun, ist da wohl eher eine erste zielführende Frage, wenn wir unser Hobby auch in Zukunft weiterführen wollen. Nicht auf der Autobahn oder Bundesstrassen, sondern überall. Wir könnten den selbsternannten FreizeitRossis oder WochenendMarquezs bei passender Gelegenheit die Meinung über ihr Verhalten erzählen und selber mit überlegter Gashand fahren. Kostet nix und ist ein Beitrag den wir alle dazu bringen können.
Dass solche Probleme zuerst jedoch von den Behörden, bzw ihren aufsführenden Organen angegangen werden müssen, steht völlig ausser Frage. Da hat der Gesetzgeber eine zimlich eindeutige Meinung zu. Leider sind die uniformierten Kollegen schon lange runtergespart worden (was Ausrüstung und Personal angeht) aber ihre Aufgaben sind mehr geworden. Hut ab an dieser Stelle, dass sie trotzdessen immer noch ihren Job machen. Sodass sie nicht immer und überall genug präsend sein können, um die wenigen schwarzen Schafe, dauerhaft aus der Herde ziehen zu können. Wenn sie denn überhaupt dieser Aufgabe nachkommen sollen. Sie werden ja eingeteilt und stellen sich nicht von selbst, mit Infostand und Kaffee, in jede zweite Aplauskurve.
Wenn man wie ich, sich seit fast vier Jahrzehnten mit dem Thema Zulassung und deren Vorschriften und der Technik der Fahrzeuge auseinandersetzt, schüttelt man, ob der technischen Möglichkeiten einerseits und dem was der Gesetzgeber andererseits fordert, immer wieder den Kopf.
Bevor ich hier weiter abschweife, möchte ich noch anmerken, dass wenn die Hersteller immer wieder von der Kundschaft aufgefordert werden, die Fahrzeuge tatsächlich leiser zu machen, dann wirkt das auch irgendwann.
Wer bis hierhin durchgehalten hat dies zu lesen, dem möchte ich ans Herz legen, dass ich niemandem auf den Fuss treten wollte (ausser dem, der gestern seine db-Eater ausgebaut und weggeschmissen hat  :jaja )
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Offline Wolfi18

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #22 am: Juni 14, 2026, 09:44:25 Vormittag »
Ne, der hat den dB-Eater ja nicht weggeschmissen, der ist gerade vor der Kontrolle rausgefallen und er hat es zum Glück bemerkt und ihn wieder eingesteckt damit der den zu Hause wieder montieren kann (oder wenn da zufällig mal eine Kontrolle stattfindet).

 ;)

Wolfgang
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Offline Italotreiber

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #23 am: Juni 14, 2026, 01:35:56 Nachmittag »
@sasch69:
Langer Beitrag, aber manche Dinge waren mir nicht ganz so bewusst.
Letztendlich hast Du das Thema recht gut aus verschiedenen Richtungen versucht zu beleuchten.
Die Unterscheidung Stand-/Fahrgeräusch sollte mittlerweile so ziemlich jedem klar sein.
Die landläufig bekannte db-Regelung bestimmter Strecken in Tirol, hat ja eine breite Diskussion losgetreten.
Klagen von Motorradverbänden gegen das Land Tirol waren nicht erfolgreich.
Wer schonmal das Hahntenjoch gefahren ist, weiß um die Situation dort.
Durch den zunehmenden Verkehr ist die Lärmbelästigung entsprechend grösser geworden.
Das von Dir erwähnte Abrollgeräusch der Reifen, insbesondere bei PKW's ist mir auch diw letzten Jahre mehr aufgefallen. Vielleicht auch durch die leiser gewordenen PKW's. Dadurch treten natürlich die bislang "untergegangenen" Abrollgeräusche mittlerweile auch mehr in die eigene Wahrnehmung. Bei Fahrgeschwindigkeiten ausserorts, wie Bundesstrassen und Autobahnen, sind meiner Wahrnehmung nach, hier die Verbrenner und E-KFZ identisch.
Krassestes Beispiel der Abrollgeräusche sind die Quart's, die für mein Empfinden in kein Wohngebiet gehören.
Nicht zuletzt haben auch bei dem Thema Lärm wir, die Konsumenten es in der Hand, wie stark hier die Politik mit Gesetzen und Vorschriften unsere Freiheit einschränkt. Da ich kein Freund von Einengung durch die Politik bin, wäre es von Vorteil, wenn jeder sich seiner Möglichkeiten der gegenseitigen Rücksichtnahme bewusst wird, was man auch Eigenverantwortung bezeichnet.
Die erwähnten schwarzen Schafe gibt's halt leider. Und ja, bei passenden Gelegenheiten sollten diese auf ihr Verhalten angesprochen werden. Selbstredend ist natürlich auch, sich selbst entsprechend zu verhalten.
Auf stur zu schalten und zu sagen "Jetzt erst recht." führt zu verhärteten Fronten und macht uns Bikern das Leben eher schwieriger.

Gruß
Manfred
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Offline Bollene

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #24 am: Juni 14, 2026, 08:11:23 Nachmittag »
Abrollgeräusche von Moto Reifen.
Das kann man sicher messen und liegt wohl im niedrigen Prozentsatz des gesamten Lärms eines Motos.

Sagen wir mal - 4 Motorräder alle ohne DB Eater und 10000 u/min in einem engen Schwarzwaldtal.
Wer das noch nicht erlebt hat, der Krach ist infernalisch und Kilometerweit und Minutenlang zu hören.

Es gibt Leute, die wandern dort und geniessen die Stille und Natur. Paar Mountainbiker sind sicher auch unterwegs aber die machen keinen Krach.
Also gehen die Wanderer am nächsten Tag zum Fremdenverkehrsamt und beschweren sich und kündigen an, hier keinen Urlaub mehr zu machen.

Also alles wie gehabt, bis zu dem Tag wo dann Schilder dort stehen und die Strecke sperren.


Mir persönlich ist das inzwischen egal, ich bin Rentner und geniesse von Montag bis Freitag freie Fahrt ohne Gestörte.

Grüssle
Jojo

Offline Ju-Kay

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #25 am: Juni 18, 2026, 09:40:41 Vormittag »
Bin ja neu hier und wohne in der Nähe gewisser HOT-Spots.
Um Rovereto rum werden die Krachmacher seit 1-2 Jahren gnadenlos abkassiert,  DB-Eater draussen 60 Tage Stillgelegt + ca. 1000€ Strafe, bei zu vielen Mängeln wird die Kiste bei ROTALMET geschreddert,
Und in den Dörfern wo die Häuser etwas enger zur Strasse stehen, haben sich ein paar Anwphner mit Gießkanne und Gülle bewaffnet. und lassen es auf den Krawallmacher herunterregnen.
Bei mir im Dorf war auch ein Held mit einer 500er Brixton, der morgens der Meinung war er müsste mit leergeräumten Pott und kräftigen Fehlzündungen zur Arbeit fahren, KIste wurde eingezogen und 3 Monate später konnte er bei ROTALMET zugucken wie die KIste geschreddert wurde.






Offline motomio

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #26 am: Juni 18, 2026, 11:13:22 Vormittag »
Also dass in meinem Heimatland Motorräder aufgrund grober Mängel verschrottet werden, ist mir neu.
Von einer Beschlagnahmung von 60 bis 90 Tagen, ja. Das ist Defintiv so.
Aber Verschrottung? Mag sein das ich falsch liege.
Gruß
Vince

...der lieber mit Schmerzen von ner Italienerin steigt, als auf ner Japse einschläft!!

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Offline Ju-Kay

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #27 am: Juni 18, 2026, 12:23:19 Nachmittag »
War mir bis letztes Jahr auch neu, wurde mir dann auch von einem Bekannten zugetragen, der zufällig dort arbeitet. https://rotalmet.it/
Nach seiner Aussage waren es Fahrzeuge, die so schwere Mängel hatten, dass sie es nicht mal mehr für eine Revision geschafft hätten.
und hier nochmal ein LInk für die Verschrottung https://prefettura.interno.gov.it/de/prefetture/bolzano/fahrzeugbeschlagnahme.
Hatte deshalb auch schon einen langen Disput mit einem "Dorfsheriff" in Schio, bis er mit den Handschellen gewunken hat, als er einem Touristen das Moped abnehmen wollte.

Offline Sunny

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #28 am: Juni 18, 2026, 03:01:01 Nachmittag »
und hier nochmal ein LInk für die Verschrottung https://prefettura.interno.gov.it/de/prefetture/bolzano/fahrzeugbeschlagnahme.

In dem Link geht es um die Beschlagnahme bei fehlender Versicherungsdeckung. Von etwas anderem habe ich nichts gelesen.

Offline Bollene

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #29 am: Juni 18, 2026, 04:44:18 Nachmittag »
Google sagt  ....

Übersicht mit KI
In Italien sind die Strafen für ein zu lautes Motorrad oder manipulierte Auspuffanlagen drastisch. Wer ohne dB-Killer fährt, mit illegalen Racing-Töpfen unterwegs ist oder die gesetzlichen Lärmgrenzwerte überschreitet, muss mit Bußgeldern zwischen € 90 und über € 300 rechnen. In schweren Fällen droht die Beschlagnahme des Motorrads.
Übersicht der Strafen

    Fahren ohne dB-Killer:
    Bußgelder von ca. € 90 bis € 180 setzen sich in der Regel aus mehreren Posten zusammen (z. B. fehlender dB-Killer, Lärmbelästigung und übermäßige Emissionen).
    Illegale Auspuffanlage (ohne E-Nummer/ABE):
    Hier drohen wesentlich höhere Bußgelder, die bis in den Bereich von € 600 gehen können.
    Stilllegung/Beschlagnahme:
    Die italienische Polizei (Carabinieri, Polizia Stradale) greift bei illegalen Umbauten und Manipulationen hart durch. Das Motorrad kann für 30 bis 60 Tage (bei schweren Verstößen auch länger) beschlagnahmt oder stillgelegt werden. Der Rücktransport nach Deutschland muss in diesem Fall selbst organisiert und bezahlt werden.

Wichtige Details für KontrollenToleranz:
Die erlaubten Grenzwerte (Stand- und Fahrgeräusch) sind im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) unter den Punkten U.1 und U.2 eingetragen. Die Polizei führt Messungen nach strengen Vorgaben durch, toleriert werden oft lediglich ca. 5 dB als Messtoleranz.E-Nummer: Zubehörtöpfe müssen zwingend eine gültige EG-Typgenehmigung (E-Nummer) besitzen und in den Fahrzeugpapieren aufgeführt oder mit der Karte/Bescheinigung mitgeführt werden.Verkehrsordnung: Achten Sie in Italien penibel auf die Einhaltung weiterer Vorschriften, da Wheelies, das Stehen auf den Fußrasten oder freihändiges Fahren ebenfalls mit Bußgeldern und Fahrzeugbeschlagnahme geahndet werden.


Stimmt also schon was der Kollege oben geschrieben hat

Grüssle
Jojo

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Antw:Motorradlärm und Streckensperrungen
« Antwort #29 am: Juni 18, 2026, 04:44:18 Nachmittag »
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